Geschichte

Seit 1844

Die Geschichte
der Alten Schraubenfabrik.

Dampfmaschinen, 1.500 Beschäftigte, Jahrzehnte Stillstand — und ein Neuanfang. Über 180 Jahre Industriegeschichte an einem Ort in Hagen.

1844

Gründung

1.500

Beschäftigte 1913

2013

Denkmalschutz

2022

Neubeginn

Funcke & Hueck

Wo Hagens erste
Dampfmaschine stand.

1844 gründeten Bernhard Wilhelm Funcke I und sein Neffe Friedrich Hueck an der Plessenstraße eine Schraubenfabrik. Im selben Jahr entstand hier die erste Dampfmaschine Hagens — der Beginn der Industrialisierung der Stadt. Was folgte, war eine der ältesten und langlebigsten Industrieanlagen der Region.

Historische Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen

Zeitleiste

180 Jahre in Etappen

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1844 – Gründung

Der Anfang an der Plessenstraße

 

1844 gründen Bernhard Wilhelm Funcke I und sein Neffe Friedrich Hueck
an der Plessenstraße eine Schraubenfabrik. Im selben Jahr entsteht hier
die erste Dampfmaschine Hagens – der Beginn der Industrialisierung der Stadt.

Historische Schraubenfabrik Funcke und Hueck

 

Die Holzschraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen (Quelle: © Heimatbund Hagen)

Die Produktion von Schienenbefestigungsmaterial beginnt. 1860 wird eine Gesenkschmiede angebaut, in der Deutschlands erster Riemenfallhammer läuft. Diese Innovationen machten die Fabrik früh zu einem modern ausgestatteten Metallverarbeitungsbetrieb.

Ein Werk auf dem Höhepunkt

 

Immer mehr Gebäudeteile entstehen, verbunden über Treppen,
Aufzüge und Überführungen. 1913 arbeiten bis zu 1.500 Menschen
im Werk.

Historisches Werksgelände von Funcke und Hueck

 

Das Werksgelände im Volmetal, Werbelithografie um 1913 (Quelle: © Heimatbund Hagen)

Das Werk aus der Luft

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg stabilisiert sich der Betrieb zunächst,
geht dann aber schrittweise zurück.

Luftaufnahme der Schraubenfabrik in Hagen

 

Die Schraubenfabrik in Hagen, um 1960 (Quelle: © Stadtarchiv Hagen)

Neuer Name über der Fabrik

 

Der Neusser Schraubenhersteller Bauer & Schaurte übernimmt
das Werk – die Firma hinter der Marke INBUS. 1980 folgt die Fusion
zur Bauer & Schaurte Karcher GmbH.

Bauer und Schaurte an der ehemaligen Schraubenfabrik

 

Der Schriftzug Bauer & Schaurte über dem alten
Funcke-&-Hueck-Giebel (Quelle: © Harald Finster)

Infolge der Saarstahl-Insolvenz ging auch BSK 1993 in die Insolvenz. Die Produktion in Hagen wurde Anfang der 1990er-Jahre endgültig eingestellt.

1991 befindet sich das Werk bereits in der Abwicklungsphase – doch die Geschichte des Ortes ist noch lange nicht vorbei. Die Schraubenfabrik wird zur Filmkulisse für den Kultfilm Manta, Manta: Teile des finalen Autorennens werden hier gedreht.

Was vom Werk übrig blieb

Rund zehn Jahre nach dem Ende der Produktion wird ein Großteil des weitläufigen Fabrikgeländes abgerissen. Teile der historischen Bausubstanz bleiben erhalten – darunter das heutige Baudenkmal an der Plessenstraße.
Baudenkmal an der Plessenstraße in Hagen
Das Baudenkmal an der Plessenstraße

Vom Industrieareal zum Lost Place

Das Areal verfällt, Teile werden abgerissen. Übrig bleiben die denkmalgeschützten Gebäudeteile, Überführungen und Hallenreste – ein bekanntes Ziel der Urbex-Szene. Seit 2013 steht das letzte Gebäude unter Denkmalschutz.
Verlassene ehemalige Schraubenfabrik in Hagen
Die ehemalige Schraubenfabrik vor dem Umbau

Olivia Aschke und Thomas Schmidt-Hansen kaufen das historische Gebäude – mit dem Plan, daraus einen Gesundheits- und Bildungscampus mit Gastronomie, Eventflächen und Hotel zu machen.

Die Renovierung beginnt unter Federführung der Pflegeschule Aschke: Ausbau der denkmalgeschützten Fabrik, Einrichtung der Pflegeschule, Planung von Gastronomie, Eventhalle und Hotel.

+ good to know

Warum der Inbus
Inbus heißt


Der Inbusschlüssel (Innensechskant) wurde 1910 von William G. Allen in den USA patentiert. Der Name INBUS ist jedoch ein Akronym für „Innensechskant Bauer und Schauerte“, einer deutschen Firma, die das System 1936 in Deutschland einführte und den Begriff prägte.

International ist der Schlüssel auch als Allen Key bekannt.

MEHR ZUR GESCHICHTE →
Historische Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen Katalogbild der Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen

1910

Der Anfang

William G. Allen patentiert das Herstellverfahren in den USA.

 

1936

INBUS entsteht

Bauer & Schaurte entwickelt eine eigene Variante und bringt sie als INBUS auf den Markt.

1970

In Hagen zu Hause

Bauer & Schaurte übernimmt Funcke & Hueck in Hagen.

 

Heute

Ein Name bleibt

INBUS ist bis heute eine geschützte Marke.

 

Archiv

Bilder aus einer anderen Zeit

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Historische Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen

Holzschraubenfabrik Funcke & HueckBlick über das Werk, um 1900 (Quelle:© Heimatbund Hagen)

Werksfeuerwehr der Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen

WerkfeuerwehrDie eigene Werkfeuerwehr mit Handdruckspritze (Quelle:©Heimatbund Hagen)

Katalogbild der Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen

KatalogtitelSchraubenfabrik und Gesenkschmiede, Hagen (Quelle:© Heimatbund Hagen)

Alte Werkshallen von Funcke & Hueck in Hagen

WerkspanoramaDas Gelände im Volmetal auf einer Werbelithografie (Quelle:© Heimatbund Hagen)

 

Wir bedanken uns herzlich bei dem Hagener Heimatbund e. V. für die freundliche Bereitstellung der historischen Bildaufnahmen.

Geschichte bleibt.
Zukunft entsteht.

Sehen Sie, wie aus dem Industriedenkmal das P20 wird — Vorher und Nachher im direkten Vergleich.

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